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Sugaring - Die "süße Enthaarung"



Haarlos ist in – bei Frauen wie bei Männern. Wurde die unliebsame Haarpracht am Körper bis dato vorwiegend mit Wachs beseitigt, steigt nun ein neuer Stern am Depilationshimmel auf:

 

Das Sugaring

Während die Enthaarung mit der Zuckerpaste in orientalischen Ländern also eine lange Tradition hat und das beliebteste Enthaarungswerkzeug ist, galt diese Technik hierzulande bis vor Kurzem als exotisch. Doch nun erobert das Sugaring mit großen Schritten die Kosmetikbranche und ist in manchen
Ländern, wie z.B. Ungarn, sogar fester Bestandteil der Kosmetikausbildung. Auch in den USA und Kanada sowie in vielen europäischen Ländern erfreut sich diese Methode immer größerer Beliebtheit und die Zahl der Sugaring-Studios wächst stetig.

 

Beim modernen Sugaring hat man jedoch keineswegs das Rad neu erfunden, sondern die Methode vielmehr perfektioniert. Die Grundzutaten sind die gleichen, doch heute stecken wissenschaftliche Erkenntnisse hinter dieser Technik. Die neuen Pasten werden so produziert, dass sie mit der verbesserten Handtechnik eine Einheit bilden, um die Haut so schonend wie möglich zu behandeln. Die unerwünschten Haare werden wesentlich sanfter entfernt, die Haut wird mit speziellen Produkten zusätzlich gepflegt.

 

Ein süßes Geheimnis

Grundlage für das Sugaring bildet eine Paste aus Zucker und Wasser. Es gibt Varianten mit diversen Zugaben, wie Zitrone, Öl oder Aromen. In orientalischen Ländern gibt es noch heute „Geheimrezepte“, die von der Mutter an die Tochter weitergegeben werden. Die Paste wird bei Körpertemperatur eingesetzt, damit sie weich und geschmeidig bleibt. Zunächst wird die Haut gereinigt und gepudert. Dann wird der Zucker entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen und einige Male sanft einmassiert, damit die Paste das Haar tief umschließen kann.
Anschließend wird die Zuckerpaste mit Hilfe einer speziellen
Bewegungstechnik in Haarwuchsrichtung entfernt.

Dank dieser Technik bricht das Haar nicht und bleibt unversehrt. Geschulte Anwenderinnen
können auch sehr kurze Haare entfernen.

 

 

                       

 



Mit Stoff und Spatel
 

Das Sugaring eignet sich hervorragend für Kunden mit Hautproblemen oder/und bei Neigung zu eingewachsenen Haaren. Die oben beschriebene Technik ist die Grundtechnik. Es gibt noch weitere andere Anwendungstechniken, bei denen ein spezieller Stoff oder der Spatel zum Einsatz kommt. Dieser dient dazu, spezielle Hautregionen besser enthaaren zu können:

Der Spatel kann im Intimbereich eingesetzt werden, die Stofftechnik kann bei einer Männerbrust mit der Handtechnik kombiniert werden, um die Behandlungsdauer zu reduzieren und die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten. Einige Anwenderinnen kombinieren die Methode speziell im Gesichtsbereich mit dem „Threading“, der Fadenepilation. Die orientalische Fadentechnik ergänzt das
Sugaring sensationell und ist besonders in den USA sehr beliebt.

Üben, üben, üben

Die Technik ist sehr wichtig beim Zuckern, das ein regelrechtes Kunsthandwerk ist und viel Übung erfordert. Denn falsch angewendet, können schnell blaue Flecken entstehen. Je häufiger man jedoch „zuckert“, umso besser wird man – und mit zunehmendem Können steigt auch der Spaßfaktor. Diverse Schulungsvideos, die im Internet leicht zu finden sind, verführen manche dazu, sich ungeschult an das Sugaring heranzuwagen. Diese Anwender machen aber schnell die Erfahrung, dass die Paste „klebt“ und nicht mehr herunterzubekommen ist. Die Handhabung der traditionellen Paste ist um einiges leichter, hat abereinen Nachteil: Viele Haare brechen ab und die Haut wird unnötig gereizt. Dieser „Nachteil“ ist ein Vorteil für alle Sugaring-Profis, da sich sonst die Endverbraucher selbst behandeln könnten.

Sanft, wirksam, attraktiv
 

Zu den Vorteilen der „süßen“ Depilation zählt unter anderem, dass Zucker kein Allergen ist – heutzutage ein sehr wichtiges Argument, da immer mehr Menschen von Allergien betroffen sind. Außerdem wirkt Zucker antibakteriell und ist wasserlöslich. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Das „Zuckern“ ist für die Kunden eine regelrechte Attraktion – sie sind immer wieder fasziniert von der Anwendung (und dem Ergebnis!)
dieser raffinierten Technik. Zwar ist auch das Sugaring für die Kunden nicht völlig schmerzlos; wird es gut gemacht, ist es aber schmerzarm. Das Arbeiten mit Zuckerpaste  ist sehr wirtschaftlich. Hier bewährt sich der Satz: „Mit dem Minimum an Material und viel Handfertigkeit ein Maximum an Kundenzufriedenheit erzielen.“
 

Sugaring ist eine berufliche Herausforderung, doch wer sie annimmt und die Technik richtig erlernt, wird nicht mehr darauf verzichten wollen.